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Literaturbegegnungen - Wochenendseminar „Es war einmal: ein Dorf“ 01.03. - 03.03.2024

Ort: Europäische Akademie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

 

In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Künstler, vor allem auch Schriftsteller, ganz verstärkt dem Thema Dorf zugewandt, nicht zuletzt aus der Tatsache heraus, sich neu orientieren zu wollen oder zu müssen. Das Dorf steht nicht mehr nur für einen Ort auf dem Land, sondern für ein Lebenskonzept. Man versucht, gegen das immer höhere Tempo und die unendlichen Möglichkeiten der modernen Welt, Übersicht und Selbstbestimmtheit im eigenen Leben zu bewahren. Auch kleinste Orte entwickeln sich jedoch sehr gegensätzlich: Während die einen aufgrund von Leerstand, Wegzug und Überalterung ausbluten, erblühen die anderen als Erweiterungen der vorstädtischen „Speckgürtel“ und offerieren Gestaltungsräume für alternative und selbstbestimmte Lebens-weisen. Verschiedenste Welten und Lebensvorstellungen prallen in der Realität aufeinander, die in Romanen verarbeitet werden. Die nostalgische Idee, dass man aufs Land zieht und damit die Probleme, die auf der Welt existieren, irgendwie verschwinden, kann jedoch nicht funktionieren. Sie existieren weiter, nur gibt es einen anderen Bezugsrahmen. Das Dorf ist keine bessere, sondern eine andere Welt. Das spiegelt sich auch in den neuen Dorfromanen: sie schildern keine heile Welt. Welches Bild sich Menschen vom Leben, Wohnen und Arbeiten auf dem Land machen, hängt nicht zuletzt auch von den Blickwinkeln ab, die u.a. in Romanen vermittelt werden.
Dieser Workshop möchte anhand der beiden Romane „Vor dem Fest“ von Saša Stanišić und „Dorfroman“ von Christoph Peters die Perspektive auf das Ländliche fokussieren und unter anderem folgende Fragen diskutie-ren: Was braucht die dörfliche Zukunft? Was passiert, wenn die Gesellschaft Dörfer vergisst? Wie kommen Alteingesessene und Neuzugezogene miteinander aus? Bei der Auswahl der Romane steht im Zentrum, dass über individuelle Prozesse und Handlungsweisen der literarischen Figuren hinaus gesellschaftliche Entwicklun-gen abgebildet werden. Bewusst wurden Werke ausgewählt, die einmal im Osten und einmal im Westen Deutschlands mit ihren Handlungen angesiedelt sind. In beiden Romanen stehen die Helden vor neuen, sie herausfordernden Entscheidungen.
Dieses Wochenende richtet sich an alle, die Freude an der Lektüre von Texten und Interesse am Austausch haben. Neugier und Offenheit sind wichtiger als intensive Vorbereitung. Im Mittelpunkt steht die Bereitschaft, sich mit den Romanen - die jeder Teilnehmer vorab gelesen hat - auseinanderzusetzen. Lesephasen und Ge-spräche in kleinen Gruppen sowie zusammenfassende Annäherung im größeren Plenum wechseln einander ab. Dabei stehen nicht literaturwissenschaftliche Aspekte im Mittelpunkt, sondern das Gespräch. Die Texte sind der Ausgangspunkt, die Quelle, aus der geschöpft wird. Weitere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

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